50 Jahre Churer Fasnacht
22.12.2025
Es war eine herausragende Idee von einem herausragenden Mann, anno 1976 die Margrittli-Kligga sowie ein Fasnachtskomitee zu gründen. Bruno Tscholl ist der Vater der – sagen wir neuen – Churer Fasnacht.
Die Fasnacht durchlief vor allem zwischen den Kriegen eine Blütezeit mit Umzügen und rauschenden Bällen im alten Steinbock-Saal. Anfang der sechziger Jahre wurde das Restaurant Steinbock abgerissen, das Komitee fand nicht mehr zusammen und die Churer Fasnacht verschwand von der Bildfläche…
… bis eben 1976.
Nach dem Beginn mit einem kleinen Kinderumzug durch die Altstadt begannen die Umzüge zu wachsen und die heute noch begangene Route von der Kasernenstrasse über den Postplatz und Alexanderplatz zum Kornplatz wurde eingeführt.
Die Umzüge waren immer ein Publikumsmagnet und wiesen bis zu 66 Gruppen mit über 1‘000 TeilnehmerInnen auf. In den letzten Jahren zählte man jeweils zwischen 25‘000 und 30‘000 ZuschauerInnen, was bedeutet, dass im Prinzip die gesamte Stadtbevölkerung zum Zuschauen kam.
In der gesamten Zeit war nur ein kleiner Unfall ohne schwerwiegendere Folgen zu verzeichnen, wofür wir äusserst dankbar sind und vor allem war dies auch dank dem grossen Einsatz der Stadtpolizei möglich, welche für die Sicherheit sorgte.
Der Dank geht aber auch an die Werkhofdienste der Stadt Chur, welche dafür besorgt waren, dass die Stadt sich am nächsten Morgen schon wieder sauber präsentierte sowie an all die anderen Unterstützer, seien dies Sponsoren, Helfer oder einfach Gutgesinnte.
Bezeichnend für die Kontinuität ist auch die Tatsache, dass in den 50 Jahren nur gerade 3 PräsidentInnen der Churer Fasnacht vorstanden, Bruno Tscholl, Jack Taisch und ich.
Nach 30 Jahren werde ich im Anschluss an diese Fasnacht den Stab an neue Kräfte übergeben. Ein neuer Vorstand wird übernehmen. Die Übergabearbeiten laufen schon seit mehr als einem halben Jahr.
Somit möchte ich mich an dieser Stelle verabschieden und Danke sagen. Danke an alle, welche mich in den letzten 30 Jahren unterstützt haben.
Die Fasnacht lebe hoch!
Iris Peng